Heute ist schon beinah morgen.

Vorhin ist mir ein alter Song von Barry Ryan eingefallen. Von der Zeit, die nur vor dem Teufel halt macht. Ich hatte mir gerade innerlich erzählt (alte Menschen reden mit sich selbst), dass die Zeit so schnell vergangen ist. Hatte ich nicht gerade erst eine Kerze auf dem Gesteck angezündet? Jetzt sind alle vier heruntergebrannt, und bei jeder brannte plötzlich auch die Fichte. Gut, dass ich zugegen war. Es waren keine größeren Löschaktionen nötig.

Gestern bin ich nach der Kaffee-Keks-Kerzen-Stunde mit dem Hausmann die Deichrunde gelaufen. Durch das Dorf, auf dem Deich zum Butterbaumgraben, über die Wiesen zum grünen Schäferwagen. Über uns der blasse Himmel, neben uns der mit Schilf bewachsene Graben. Bleib mal stehen. Ich will dem Schilf zuhören. Gute Idee. Das mache ich auch oft, wenn ich solo unterwegs bin. Den letzten Kilometer durch den Wald.

Schau mal! Ein Weihnachtsbaum! Der Hausmann zeigte auf die Fichte, die allein zwischen Laubbäumen steht. Ja. Davon gibt es hier einige. Die haben sich angesiedelt. Aber er meinte den Baumschmuck. Wie schon im letzten Jahr haben nette Menschen an die Tiere des Waldes gedacht. Da hängen Möhren, Äpfel, kleine Schalen mit Kernen. Beim nächsten Spaziergang werde ich Zweige mit Hagebutten und Schneebeeren mitnehmen. Die passen farblich, und die Vögel mögen beides. Die Menschen könnten sich einen Keks einpacken.

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