Gestern hat der Sturm einen Ast von der Lärche gerissen

und uns vor den Wintergarten geworfen. So klein, wie der Hausmann mir weismachen wollte, war der gar nicht. Ich habe ihn gerade zum Feuerplatz getragen, wo ich ihn zerkleinern werde. Dabei habe ich festgestellt, dass er einem Menschen durchaus hätte gefährlich werden können. Von wegen „kleiner Kratzer“.

Doch bevor ich mich an die Arbeit mache, setze ich mich in die Hollywoodschaukel, da war ich länger nicht. Ich schaffe es sogar ohne Ganzkörperdusche, vorher das Wasser vom Dach zu bekommen.

Die Sonnenblumen schwanken im Wind, Blüten und Blätter der Galantpflanzen haben sich braun gefärbt. Die noch verbliebenen Brombeeren an den Büschen sind schwarz und vertrocknet. Das Licht ist klar, die Luft angenehm frisch. Wenn es die Sonne durch die Wolken schafft, habe ich hier den perfekten Platz, sonnig und windgeschützt.

Es spricht doch einiges für die Anschaffung einer Hollywoodschaukel. Mein zukünftiger Vermieter soll sehr großzügig sein, was seine Zustimmung für verschiedene Sitzplätze im Außenbereich angeht. Vielleicht gibt es auch einen Platz für Hollywood.

Einen Hund dürfte ich mir zulegen, das habe ich schon erfahren. Eigentlich dachte ich, das Thema Hund hätte sich seit Langem erledigt. Ich habe noch nie einen ausgesetzten Hund gefunden, keiner oder keine hat mir ein Tier an den Zaun gestellt. Und das waren die Bedingungen, die ich irgendwann einmal dem Universum mitgeteilt hatte. Wenn ich einen Hund haben soll, dann müsst ihr ihn mir auf diese Weise zukommen lassen. Es sollte also nicht sein.

Außerdem hüte ich gelegentlich fremde Hunde. Das genügte mir bisher. Aber jetzt habe ich schon so oft Videos auf dem Kanal eines ehemaligen Bodybuilders gesehen, der sich in Bosnien für Straßenhunde einsetzt –, und da bin ich manchmal ins Grübeln gekommen. Was Menschen Hunden, was sie überhaupt anderen Lebewesen antun. Und natürlich warten auch in Deutschland in den Tierheimen viele Hunde auf einen Gefährten.

Die regelmäßige Bewegung, die mir ein Hund abverlangen würde, täte mir außerdem gut. Aber wäre das als Grund genug? Und was, wenn das Tier krank wird? Kostspielige Operationen könnte ich mir von meiner Rente gar nicht leisten.

Vielleicht recherchiere ich erst mal weiter Hollywoodschaukeln.

Schwere Windwarnung

Bei den 31 km/h aktuell fliegt aber noch kein Stuhl durch die Gegend. Echte Stühle habe ich erst einmal fliegen sehen. 2021 auf dem Tartiniplatz in Piran. Fünf Jahre ist es her, dass ich mit Bussen und Bahnen fremde Orte und Landschaften erkundet habe. Jetzt erkunde ich virtuell im Vorfeld schon einmal die Landschaft rund um Lenzen. „Schwere Windwarnung“ weiterlesen

Ein kühler Wind weht zu mir ins Zimmer.

Ich bin noch nicht richtig wach. Kein Wunder, ich schlafe mal wieder schlecht. Heute Morgen spielten in der einsetzenden Morgendämmerung die Füchse im Nachbargarten auf der weißen, so schön raschelnden Plane, während ich versuchte, die nun wirklich letzten Für und Wider der Wohnung in Lenzen  abzuwägen. Bis es in mir plötzlich ganz ruhig wurde und ich eine Antwort hatte. „Ein kühler Wind weht zu mir ins Zimmer.“ weiterlesen

Vielleicht brauche ich nur eine Hollywoodschaukel.

Mit anschließender Küche und Bad, denke ich, während ich hier sitze und schaukle und dem Wind in den Bäumen lausche. Die Möglichkeit zum Aufstellen einer solchen Schaukel war ein Kriterium, das mir die Entscheidung für eine der vier Wohnungen erleichtern sollte. Wo kann ich überhaupt eine aufstellen? Wo wäre der Platz, an dem sie mich vor fremden Blicken schützt bzw. mir den tristen Blick erspart? „Vielleicht brauche ich nur eine Hollywoodschaukel.“ weiterlesen

Immer wieder wandern dunkle Wolken am Himmel entlang.

Der Wind schüttelt die Kronen der Lärchen. Als ich gestern Nachmittag im Garten in der Sonne saß, sagte ich zum Freund, der gerade vom Reparieren zurückgekommen war, dass jetzt meine liebste Jahreszeit beginnt. Der Herbst. Ich sehe, rieche, spüre ihn. Da können sie mir nächste Woche ruhig noch einmal mit 29 Grad kommen. „Immer wieder wandern dunkle Wolken am Himmel entlang.“ weiterlesen

Immer diese letzten Dinge, die noch zu erledigen sind.

Noch einmal die Pumpe und den Sprenger für das Gemüsebeet anstellen. Tomaten in den Töpfen gießen. Die Bettwäsche abziehen. Gesaugt wird später. Die Katzen an ihren unterschiedlichen Plätzen füttern. Dem Hund ein Leckerli geben, damit er sich nicht benachteiligt fühlt. Alle bekommen etwas, nur ich muss erst spazieren. Dann die Körner für die Hühner. „Immer diese letzten Dinge, die noch zu erledigen sind.“ weiterlesen

Während sich der Retriever durch die Wiese gräbt,

denke ich noch einmal über das Telefonat nach, das ich gerade mit der Vermieterin in Lenzen geführt habe. Was bedeutet die Formulierung, die Wohnungen wären fast weg? Wenn sie fast weg sind, dann muss ich sie mir ja nicht mehr anschauen, oder? Im Prinzip ja. Es gäbe da aber noch eine Zweizimmerwohnung, die wäre nur etwas größer. Und was kostet diese? Das wusste die Frau auch nicht. Wir wollen noch einmal telefonieren, wenn ich wieder in Berlin bin.   „Während sich der Retriever durch die Wiese gräbt,“ weiterlesen