Ein U-Boot. Ein Hase. Ein Nashorn. Auch ein Igel könnte dabei sein. Bevor ich die Himmels-Erscheinungen jedoch richtig eingeordnet habe, lösen sie sich schon wieder auf.
In mir ein gutes Gefühl. Es ist alles erledigt, was ich mir vorgenommen habe. Mein Ketobrot für die nächsten Tage ist im Backofen. Die Schoko-Kardamom-Kugeln für den Espresso nach dem Essen habe ich gestern Abend vorbereitet. Lecker. Aber der Hausmann hat recht, wenn er sagt, ein paar Spritzer Rum täten dem Ganzen auch gut. Bei der nächsten Produktion.
Das Menü für die nächsten drei Tage steht, der Termin für das gemeinsame Kaffeetisieren mit den Nachbarn wurde auf morgen festgelegt. Mit der Freundin aus dem Nachbardorf treffen wir uns übermorgen mit Tee und Keksen zum Spaziergang im Wald.
Das Atelier ist aufgeräumt, sogar die Spinnweben der letzten zwei Jahre habe ich mit der Hilfe vom Hausmann beseitigt. Für den hohen Raum bräuchte ich entweder eine ausziehbare Teleskopstange oder eben einen pfiffigen Nachbarn.
Jetzt sitze ich hier und warte auf die Postfee, die in diesem Jahr ein kleines Dankeschön bekommen soll. Immer hupt sie und geduldet sich, bis ich die Treppen heruntergestolpert bin. Während ich nach dem gelben Auto Ausschau halte, denke ich mit einem Gefühl zwischen Vorfreude und Wehmut daran, dass dies mein letztes Weihnachten hier ist. Immer diese letzten Male. Das letzte Weihnachten, das letzte Silvester, die letzten Tage des Jahres. Möge es friedlich zu Ende gehen. Das wünsche ich auch denen, die mich hier besuchen, lesen oder stöbern. Danke. Und überhaupt: Frieden für alle Menschen und Tiere. Amen. Om. Howgh.