Von der Rudower dringt Motorenlärm zu mir in den Garten.

Kein Rasenmäher, penetranter noch. Aus der Ferne die Sirenen einer Feuerwehr. Und um das Ganze voll zu machen, höre ich einen Hubschrauber, der sich dem Krankenhaus nähert. Großstadt eben.

Im Garten ist es frisch, die Beete sind feucht, alles wächst. Auch der Alant hat inzwischen Blüten gemacht. Die Güsse der beiden letzten Tage waren mehr als willkommen.

Gestern Morgen schwappte es ein wenig in meinem Kopf. Der Hausmann war zu seiner kurzen Stippvisite bei uns mit Gin und Tonic erschienen. Bevor er beides ausschenkte, fing er noch schnell eine Maus mit einer Plastikdose. Ein süßes kleines Tier, ganz entzückend. Vielleicht ein Kind der größeren Maus, die neulich in der Lebendfalle saß.

Der Mopedfahrer hat die kleine Maus im Park ausgesetzt. Ich bin mir sicher, dass bei uns noch etliche weitere Mäuse wohnen.

Mein Ticket für Österreich habe ich storniert. Auch dort werden in den nächsten Tagen Temperaturen um die 34 oder 35 Grad erwartet. Zu viel für mein System. In Berlin wird es nicht besser. Aber hier kann ich morgens und abends in den Garten gehen, und in der Zwischenzeit könnte ich es mir im Büro oder im Keller gemütlich machen. Die letzten Hitzetage habe ich im Büro ganz gut ausgehalten.

Aber das ist Zukunft. Hier und jetzt ist es angenehm frisch. So angenehm, dass ich in Erwägung ziehe, für den Besuch von Herrn S. den Kuchen zu backen, den der Franzose einst in unsere WG eingeführt hatte. Mit dem Rezept seiner Großmutter.

Auf ein Kilo Obst 3 EL Mehl, 3 EL Zucker, 3 Eier, ein halbes Backpulver, 150 Gramm Butter. Alles zusammenrühren, dann 40 Minuten bei 200 Grad in den Ofen. Dazu Sahne. Natürlich.

Einfach und lecker.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von AM RAND EIN ZUHAUSE

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen