Mein zweiter Weg führte mich heute Morgen ins Museum für Verkehr und Technik.

In den Keller. Dort befindet sich in einem winzigen Raum die Pumpe, die für die Toilettenspülung zuständig ist. Manchmal versagt sie den Dienst. Wer es als Erster bemerkt, nimmt die Taschenlampe und steigt hinab ins Dunkel. In die heiligen Hallen könnte man auch sagen.

Denn dort unten gibt es neben dem kleinen Verschlag verschiedene Räume mit Maschinen und Werkzeugen, dazu Wände und unzählige Schubläden voller Zubehör. Auch von einem Fotolabor wurde gesprochen. Manchmal ist der Freund dort zugange.

Aber eigentlich weiß ich gar nicht genau, was es alles gibt. Nur so viel: Es ist ein Paradies für Schrauber und Schrauberinnen. Zu denen ich eher nicht gehöre. Ich bin schon froh, wenn ich die Pumpe finde und den richtigen Schalter drücke.

Ein Vorteil des Kellers ist die dort herrschende Temperatur. Warm im Winter, kalt, fast eisig im Sommer. Wenn es also wirklich so heiß wird, wie manche Wetterfrösche es hinausposaunen, könnte ich dort unten mein Lager aufschlagen.

Aber noch gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass das ECMWF-Modell mit seinen Läufen danebenliegt. Ich freu mich auf die Freundin und die Kinder, auf den Mattsee, den Irrsee und würde mein Ticket nur ungern stornieren. Zumal mir ein Fahrrad versprochen wurde, mit dem ich endlich unabhängig von Fahrdiensten wäre.

Ich könnte ganz allein zu dem netten kleinen Strandbad radeln, in dem ich letztes Jahr mit der Zuckerschnecke war.

Mein Mädchen.

Es ist doch noch gar nicht lange her, da hielt ich sie klein und winzig in den Armen. Am Tag ihrer Geburt war das. So lange kenne und liebe ich dieses entzückende Wesen. Das in ein paar Wochen dreizehn wird. Vielleicht ist es dann vorbei mit der Zuckerschnecke.

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