Er hat erfahren, dass ich noch ein Kind habe. Ich bin verwirrt. Wie kann das sein? Eigentlich bin ich mir sicher, dass es kein weiteres Kind gibt. Ich überlege, ob ich etwas vergessen habe. Das verwirrt mich noch mehr. „Im Traum hatte ich Besuch von meinem Sohn“ weiterlesen
Kategorie: Alltag
Es ist trübe
Die Bäume am Waldrand sind noch weiter aufgeblüht. Im Wald sehe ich überall Gelbsterne. In der Luft Kranichgeschrei. Ab Mai wird die Maisonette frei, für die ich mich ursprünglich interessiert hatte. Die beiden Berlinerinnen haben gekündigt. Was ich bedaure, aber nun könnte ich noch einmal umziehen. Ich hätte über zwei Etagen etwas weniger Platz als ich hier im Atelier habe, im Sommer wäre es kühler, im Winter allerdings auch, dafür hätte ich einen weiten Blick bis zum Deich und weit darüberhinaus. „Es ist trübe“ weiterlesen
Bisher habe ich nie jemanden getroffen,
wenn ich zu Fuß im Wald, auf den Wiesen und Feldern unterwegs war. Keine anderen Spaziergänger, überhaupt keine Menschen. Nur Kühe. Vögel. Rehe. Heute ist mir eine Frau aus dem Nachbardorf über den Weg gelaufen, die hier täglich ihre Runden dreht. Sie war genauso verblüfft über die Begegnung wie ich. „Bisher habe ich nie jemanden getroffen,“ weiterlesen
Beim Aufwachen am Himmel ein roter Streifen
Weder kann ich mich an Träume erinnern, noch daran, dass ich in der Nacht wach gewesen wäre. Also habe ich neun Stunden geschlafen. Ich bin beeindruckt. Gestern Abend war ich recht vergnügt, grundlos sozusagen. „Beim Aufwachen am Himmel ein roter Streifen“ weiterlesen
Sirius leuchtet
Orion befindet sich am vertrauten Platz. Ein Fuchs bellt. Mir tut der Rücken weh. Ich bin heute bestimmt 20 km gefahren/gelaufen. Nach Rübehorst mit dem Rad, nach Sieversdorf zu Fuß. Von dort ist der Hausmann mit dem Bus abgefahren. Jetzt ist er schon wieder in Berlin. „Sirius leuchtet“ weiterlesen
Im Traum bin ich in einem Staat,
der seine Bürger reglementiert, einschüchtert, einsperrt. Es werden Experimente mit Menschen gemacht. Mit jenen, welche unangenehm aufgefallen sind. Ich bin auf einer solchen Station zur Besichtigung und zur Einschüchterung. In einem der Betten sehe ich einen Kopf mit einem skelettartigen Körper. Mein Sohn wird mit einigen anderen auf die Station gebracht. Er will sich nicht einschüchtern lassen bzw. glaubt, dass es nicht so schlimm werden wird. Er macht eine aufmüpfige Bemerkung. Sie bringen ihn weg. „Im Traum bin ich in einem Staat,“ weiterlesen
Es schneit. Alles ist weiß.
Vor meinen Fenstern eine weiße kalte Landschaft. So sah es schon heute Nacht aus. Ich habe nicht durchgeschlafen, aber geschlafen. Es wird, würde meine Großmutter selig sagen. Gestern war ich so glücklich hier. Ich bin nachmittags anderthalb Stunden auf dem Deich gelaufen, habe Gänse erzürnt, die vorn beim Bauern im Garten saßen bei offener Tür – es sah aus, als wollten sie sich auf mich stürzen – und einen Biber aufgescheucht. „Es schneit. Alles ist weiß.“ weiterlesen
Worum hatte ich gebeten???
Keine Katastrophen. Nun ja. Eine Katastrophe war es nicht. Die Heizung sprang nicht an. Ich habe den Nachbarn im Bauwagen angerufen, der sich leider auch nicht auskennt, wie er mir am Telefon sagte. Nun weiß er immerhin, dass er eine neue Nachbarin hat. Dann also der Klempner. Der zwei Stunden später da war und einen roten Knopf drückte. Schon war alles wieder in Ordnung. Was bin ich für ein Schaf.
Gestern Abend habe ich noch einen kleinen Spaziergang durch den Wald zu den Wiesen gemacht. Vielleicht habe ich deswegen geschlafen. Nicht gut, aber wenigstens überhaupt. An meinem Fenster segelt gelegentlich eine größere Flocke vorbei. Schneeregen.
Ich habe das Drehbuch für den Kurzfilm, das ich 2020 geschrieben habe und das mir der Niederbayer schön ins Niederbayrische „übersetzt“ hatte, an eine Low Budged Film Firma in Niederbayern geschickt. Es ist doch schade, dass es nur hier auf meiner Festplatte ruht. Es gefällt mir immer noch.
Auf der Webseite hatte ich gelesen, dass der Betreiber sich über neue Stoffe freut. Eine Antwort kam kurze Zeit später. Er mag den niederbayrischen Dialekt nicht (ein Zugereister?). Und muss es wirklich eine Szene in einem Kolumbarium geben?
Mir hatte gerade gefallen, dass der Tod ein Niederbayer ist. Ich mag diesen Dialekt und habe beim nochmaligen Lesen wieder über die Dialoge zwischen Frau und Tod lachen müssen. Obwohl das kein Kriterium für Qualität ist oder sein sollte. Vielleicht schreibe ich das Kolumbarium raus. Und greife auf die erste Fassung zurück, die ich in Hochdeutsch geschrieben hatte. Große Lust habe ich nicht.
Wieder wach um 2
Ob ich den Schlaf jemals nachhole? Heute Nacht habe ich die Wolken beobachtet, die vor dem Mond herum huschten. Welch ein Unterschied zu den Neumondnächten, in denen man die berühmte Hand nicht vor den Augen sehen kann. Das Licht des vollen Mondes tauchte Wiesen und Bäume in ein betörendes Licht. Ich spürte mein Alleinsein. „Wieder wach um 2“ weiterlesen
Die erste Nacht im Dorf
Im neuen Zuhausse. Ich habe schlecht geschlafen. Schon wieder. Immer noch. Obwohl es draußen sehr schön aussah. Der Mond beleuchtete die Wiese, die noch weiß war, leuchtete auch die Hälfte des Raumes aus. Jetzt ist es hell, eben war sogar kurz die Sonne zu sehen. „Die erste Nacht im Dorf“ weiterlesen