Ich habe mir angewöhnt, um sechs Uhr das Bett zu verlassen. Geschlafen wird, wenn ich ohne Licht nicht mehr lesen kann – meist gegen zehn. Gleich nach dem Aufstehen öffne ich die Haustür und die Tür zum Wintergarten, damit die kühle Luft etwas Frische ins Haus bringt. „Am Morgen 18 Grad.“ weiterlesen
Schlagwort: Bücher
Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.
Ich habe ein paar Blüten vom Strauch geschnitten und in eine kleine Vase gestellt. Alles wächst, gedeiht. Die Kugeldistel ist so in die Höhe geschossen – auch in die Breite –, dass ich die Vogeltränke dahinter nicht mehr sehen kann, wenn ich im Wintergarten sitze. Auch die Sonnenblumen wachsen sichtbar. Die zarten Stängel mit grünen Blättchen haben die Bohnenkerne hervorgebracht, die ich vor ein paar Tagen gesetzt habe. Schön, dass ihr schon da seid! „Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.“ weiterlesen
Was ich von meinem Bett aus sehen kann
Meisen, die sich gegenseitig von den Knödeln wegschubsen, bis der Specht kommt.
Die mit grüner Folie abgedeckten Heuballen, die heute nicht qualmen.
Die braune Kuh mit den Hörnern an ihrem Futterplatz, sehr schwanger.
Die kahlen Birken am Waldrand. Ihre weißen Gerippe leuchten vor dem dunklen, grün-braunen Hintergrund. „Was ich von meinem Bett aus sehen kann“ weiterlesen
Auf der gegenüberliegenden Seeseite
steht ein Graureiher am Ufer und schaut sinnend auf die Wasseroberfläche. Ein Hund kläfft. Das Fräulein geht bis zur Schulter ins Wasser, danach beschnüffelt und betrachtet sie sehr interessiert ihre direkte Umgebung. Sie liebt Wasser. Sie liebt es, die Wasservögel zu beobachten. Und mir macht es Freude, ihr dabei zuzusehen. Auf einem Baumstamm oder einer Bank sitzend. Sonne wäre nicht schlecht, aber Sonne haben wir gerade nicht. „Auf der gegenüberliegenden Seeseite“ weiterlesen
Am Himmel schon wieder dunkle Wolken
Das prognostizierte schwere Gewitter mit Starkregen ist bisher ausgeblieben, ich bedaure es trotzdem nicht, den Ausflug verschoben zu haben. Kaum war ich an der Bushaltestelle angekommen, hatte es angefangen zu tröpfeln. „Am Himmel schon wieder dunkle Wolken“ weiterlesen
Am Himmel Federwolken
die wie Engelsschwingen aussehen. Auch sie sind Bewusstsein, aus Bewusstsein entstanden, würde vielleicht der Niederländer Bernardo Kastrup sagen, dessen Ideen mich seit ein paar Tagen beschäftigen. Dabei habe ich übrigens ein schönes englisches Wort gelernt: baloney. Quatsch. „Am Himmel Federwolken“ weiterlesen
Auch hier duftet der Flieder
Auch hier ist die Natur im Frühlingsrausch. Nur die Geräusche sind andere. Wenn ich abends im Bett liege, braucht mein Gehirn eine Weile, bis es verstanden hat, dass da kein Donner grollt, sondern Autos über das Pflaster rollen. Stadtgeräusche eben. Und dann schlafe ich. Schlafe mehr als gewöhnlich. Mehr und friedlicher so insgesamt. „Auch hier duftet der Flieder“ weiterlesen
Schlecht geschlafen
Aber das geht schon seit einer Weile so. Seit fünfundzwanzig Jahren, um genau zu sein. Mit Unterbrechungen natürlich. Manchmal schlafe ich auch gut. Aber oft wache ich gegen zwei oder drei auf, schlafe nicht vor sechs wieder ein. „Schlecht geschlafen“ weiterlesen
Der Schnee ist geschmolzen
Im Wald ist es matschig. Das weiß ich, weil ich gestern kurz vor Sonnenuntergang noch dort war, um ein bisschen zu zeichnen. Da es nieselte, habe ich mich unter eine Kiefer gestellt. „Der Schnee ist geschmolzen“ weiterlesen
Manchmal lebe ich in den Büchern, die ich lese
Ständig passiert es nicht, aber wenn es passiert, dann ist das ein besonderes Geschenk. Ich bin so froh, dass Herr S. mir von diesem Buch erzählt hat, davon, wie es ihn berührte und dass er gar nicht aufhören konnte mit dem Lesen. Als er fertig war, durfte er es mir sogar leihen. „Manchmal lebe ich in den Büchern, die ich lese“ weiterlesen