Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.

Ich habe ein paar Blüten vom Strauch geschnitten und in eine kleine Vase gestellt. Alles wächst, gedeiht. Die Kugeldistel ist so in die Höhe geschossen – auch in die Breite –, dass ich die Vogeltränke dahinter nicht mehr sehen kann, wenn ich im Wintergarten sitze. Auch die Sonnenblumen wachsen sichtbar. Die zarten Stängel mit grünen Blättchen haben die Bohnenkerne hervorgebracht, die ich vor ein paar Tagen gesetzt habe. Schön, dass ihr schon da seid! „Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.“ weiterlesen

Was ich von meinem Bett aus sehen kann

Meisen, die sich gegenseitig von den Knödeln wegschubsen, bis der Specht kommt.
Die mit grüner Folie abgedeckten Heuballen, die heute nicht qualmen.
Die braune Kuh mit den Hörnern an ihrem Futterplatz, sehr schwanger.
Die kahlen Birken am Waldrand. Ihre weißen Gerippe leuchten vor dem dunklen, grün-braunen Hintergrund. „Was ich von meinem Bett aus sehen kann“ weiterlesen

Auf der gegenüberliegenden Seeseite

steht ein Graureiher am Ufer und schaut sinnend auf die Wasseroberfläche. Ein Hund kläfft. Das Fräulein geht bis zur Schulter ins Wasser, danach beschnüffelt und betrachtet sie sehr interessiert ihre direkte Umgebung. Sie liebt Wasser. Sie liebt es, die Wasservögel zu beobachten. Und mir macht es Freude, ihr dabei zuzusehen. Auf einem Baumstamm oder einer Bank sitzend. Sonne wäre nicht schlecht, aber Sonne haben wir gerade nicht. „Auf der gegenüberliegenden Seeseite“ weiterlesen

Am Himmel Federwolken

die wie Engelsschwingen aussehen. Auch sie sind Bewusstsein, aus Bewusstsein entstanden, würde vielleicht der Niederländer Bernardo Kastrup sagen, dessen Ideen mich seit ein paar Tagen beschäftigen. Dabei habe ich übrigens ein schönes englisches Wort gelernt: baloney. Quatsch. „Am Himmel Federwolken“ weiterlesen

Auch hier duftet der Flieder

Auch hier ist die Natur im Frühlingsrausch. Nur die Geräusche sind andere. Wenn ich abends im Bett liege, braucht mein Gehirn eine Weile, bis es verstanden hat, dass da kein Donner grollt, sondern Autos über das Pflaster rollen. Stadtgeräusche eben. Und dann schlafe ich. Schlafe mehr als gewöhnlich. Mehr und friedlicher so insgesamt. „Auch hier duftet der Flieder“ weiterlesen

Manchmal lebe ich in den Büchern, die ich lese

Ständig passiert es nicht, aber wenn es passiert, dann ist das ein besonderes Geschenk. Ich bin so froh, dass Herr S. mir von diesem Buch erzählt hat, davon, wie es ihn berührte und dass er gar nicht aufhören konnte mit dem Lesen. Als er fertig war, durfte er es mir sogar leihen. „Manchmal lebe ich in den Büchern, die ich lese“ weiterlesen