Das muss für das Fräulein die größte Gemeinheit überhaupt sein. Sie tut mir leid. Im Moment schläft sie allerdings. Die Augen sind ihr zugefallen, als sie noch ihr Spielzeug in der Schnauze hatte. Vielleicht eine Nebenwirkung der Schmerztablette, die ich ihr mit einem Stück von der leckeren Hundewurst untergejubelt habe. „Kein Waldtrödeln, kein Hundetoben, kein Spazierenrennen“ weiterlesen
Schlagwort: Hunde
Morgens strahlt der Park Ruhe und Beschaulichkeit aus
Wären die Geräusche von der Potsdamer Chaussee nicht, könnte man glauben, man wäre irgendwo auf dem Land. Zwei Männer machen Tai Chi. Sie bewegen sich synchron, wie in Zeitlupe. Das wirkt überaus elegant und geschmeidig. „Morgens strahlt der Park Ruhe und Beschaulichkeit aus“ weiterlesen
Wie habe ich eigentlich meine Bestellung formuliert?
Darauf wollte ich doch achten. Habe ich gesagt: „Zwei Croissants, bitte.“? Oder: „Ich hätte gern noch zwei Aprikosen-Buchteln.“
Heute Morgen las ich auf dem Blog von Jules van der Ley von Leuten, die auf dem Markt ihren Kaufwunsch mit „ich bekomme“ einleiten, während der Autor der Geschichte eher die Floskel „ich hätte gern“ benutzt. „Wie habe ich eigentlich meine Bestellung formuliert?“ weiterlesen
Während ich am Wohnzimmertisch schreibe,
schläft das Fräulein. Eigentlich schläft das Fräulein fast immer. Ich habe ihr für später einen Spaziergang zum Hundeauslauf versprochen. Die Temperaturen sind gemäßigt, man könnte fast von frisch sprechen. Seit einer Stunde regnet es nicht mehr. Beste Voraussetzungen also. Die Hitze der letzten Tage hat mich doch ziemlich beeinträchtigt und unseren Radius eingeschränkt. „Während ich am Wohnzimmertisch schreibe,“ weiterlesen
Heute Morgen stand ich kurz vor einer Herzattacke
Der junge Hund, den ich seit gestern betreue, hatte sich losgerissen und lief mitten auf der Fahrbahn Richtung Lohm. Die Leine hinter sich her trudelnd. Meine Rufe ignorierend. Logisch. „Heute Morgen stand ich kurz vor einer Herzattacke“ weiterlesen
Der See glitzert vor mir in der Sonne
Das Schilf wiegt sich sanft. Der Wind rauscht durch die Bäume. Eine Wespe setzt sich auf meinen Daumen. Das Fräulein liegt mir zu Füßen und beobachtet das bunte Treiben. Am Wochenende ist ja immer was los. „Der See glitzert vor mir in der Sonne“ weiterlesen
Das Fräulein liegt unter dem Tisch
Ab und zu schnauft und zuckt sie im Schlaf – vielleicht erinnert sie sich an das Toben gestern auf der Bolzwiese. Was ist sie mit den beiden anderen gerannt. Manchmal zogen zwei am selben Stöckchen, bis eine/r aufgab und das Stöckchen sausen ließ. „Das Fräulein liegt unter dem Tisch“ weiterlesen
Heute Nacht wurde ich wach,
weil jemand in mein Zimmer gekommen war. Das Fräulein. Obwohl sie sich auf sehr leisen Sohlen bewegt, habe ich ihre Gegenwart im Schlaf gespürt. Vielleicht haben Blitz und Donner sie meine Nähe suchen lassen. Das Mädel ist sehr schreckhaft. Ich muss sofort wieder eingeschlafen sein, heute Früh war sie fort. „Heute Nacht wurde ich wach,“ weiterlesen
Das Fräulein liegt unter dem Gartentisch und beobachtet
Die sich wiegenden Gräser. Die Insekten. Den in seinem Stuhl schlafenden Hausmann. Die Schmetterlinge. Sie schaut ein wenig verdutzt, wenn einer dicht an ihrer Nase vorbeifliegt. Meist ist sie entspannt. „Das Fräulein liegt unter dem Gartentisch und beobachtet“ weiterlesen
Diese Anmut macht dich sprachlos, stimmt’s?
Das Fräulein sagt nichts, beobachtet nur weiterhin sehr interessiert, wie ich mich die Treppe hinunter schleppe. Der untere Rücken mal wieder. Dann mal los. Unser letzter gemeinsamer Tag. Auf zur Morgen-Runde. „Diese Anmut macht dich sprachlos, stimmt’s?“ weiterlesen