Eine neue Route sollte am Vormittag ausprobiert werden

Wenn es noch eine Weile hell ist. Wenn ich eine Isomatte, ein Zelt und reichlich Verpflegung dabei habe. Weil es mir sogar im Umfeld von ein paar Hundert Metern von unserem Haus gelingt, den richtigen Weg nicht zu finden.

Dabei hatte ich nichts Größeres vor. Das Kaffeetisieren mit den Nachbarn war beendet, der Kuchen gelungen, die Sonne hatte uns zu diesem und jenen verleitet. Den Hausmann zum Joggen, Frau J. zu einem Spaziergang, mich zu einem Sonnenbad an der Giebelseite. Als mir kalt wurde, wollte auch ich mich ein wenig bewegen. Durch den Wald, rüber nach Schwarzwasser bis zu den Wiesen am schwarzen Weg, zurück würde ich die Straße laufen.

Und dann habe ich mal wieder einen Abzweig verpasst, nicht gesehen. In diesem Fall gehe ich gern denselben Weg zurück, den ich gekommen bin. Dann wollte ich nur noch schnell die Wiese suchen, die auf dem Hinweg so schön zwischen den Bäumen zu mir rüber geblitzt hatte. Wiese gefunden. Den richtigen Weg leider nicht.

In diesem Moment meldete sich mein Handy. Der Hausmann. Wo ich denn sei? Ich bin im Wald. Ich habe mich verlaufen. Ja, ja, sagte er. Er wolle sich wiegen. Es wäre doch interessant, was das Joggen mit seinen Kilos angestellt hätte. Bitte. Die Tür ist offen, du weißt ja, wo die Waage steht. Ich versuche es noch einmal. Ich habe mich verlaufen. Vielleicht musst du mich suchen. Alles klar. Aber er wolle sich nur wiegen.

Ich glaube, das war der Moment, in dem ich vor lauter Ärger endlich den richtigen Weg entdeckt habe. Und nein, ich habe kein Mitleid, weil der Herr nach dem Joggen mehr wiegt als bei der morgendlichen Wiegung. Kleine Sünden bestraft Manitu sofort, sagt man.

 

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