Der süße Apfel lockt immer mehr Vögel an.

Es hat eine Weile gedauert, bis sie seine Vorzüge erkannt haben. In der Sonne lässt es sich mit warmer Jacke, Schal und Mütze gut aushalten.

Ich lausche den Geräuschen, die das Gefieder der Vögel macht, die dicht über mir hin und her fliegen. Zu den Knödeln sollt ihr fliegen, von den Knödeln kommt ihr. Wohin werde ich gehen? Fliegen werde ich jedenfalls nicht, nicht solange es sich vermeiden lässt.

Im Moment recherchiere ich kleine Wohnungen in Albanien, Bosnien, Mazedonien. Ich lese die Namen von Orten, die ich noch nie gehört habe, und lasse Bilder in mir aufsteigen: Trebinje, Sarande, Ksamil, Durris, Vlore. Am Meer gelegen, an Flüssen, inmitten von Bergen.

Von April bis Juni möchte ich weiter südlich unterwegs sein. Und dann könnte ich mich Richtung Norden, Richtung Baltikum bewegen, um dann in einem großen Kreis im Herbst und Winter wieder im Süden anzukommen. Gerne in Portugal.

Bei meiner Recherche habe ich kleine, bezahlbare Wohnungen in Peniche und in Coimbra gefunden. In Portugal war ich 1986 mit dem Prima-Klima-Busreiseunternehmen, die einen innerhalb von drei Tagen von Berlin nach Lissabon fuhren. Kein wirkliches Vergnügen, auch wenn in Frankreich eine Nacht am Strand geschlafen wurde.

Ich war vier Wochen dort mit meinem Sohn unterwegs. Trampend meist. Und ich erinnere mich, dass er das gar nicht mochte. In Coimbra, einer der ältesten Universitätsstädte Europas, wollte ich bleiben. Ich hatte ernsthaft darüber nachgedacht, mein Studium – ich habe damals noch studiert – in Coimbra fortzusetzen. Doch dann bin ich brav wieder zurück nach Hause gefahren. Wer weiß, wie die Stadt heute auf mich wirkt. In meinem Herzen ein leichtes Ziehen. Freude.

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