Auch wenn es regnet. Wenn wir gleich morgens in den Park gehen zum Beispiel. Ohne Leine. Bei dem Wetter werden die Damen und Herren vom Ordnungsamt vielleicht irgendwo ein Heißgetränk zu sich nehmen. Sie werden sich nicht an einem Baum festhalten und Dehnübungen machen. Das könnte einer von den Tai-Chi-Herren sein, die ich neulich unauffällig beobachtet habe.
Keine Enten am Teich. Das Fräulein wälzt sich auf der Wiese. Ich bin so froh über die Temperaturen, dass ich mich glatt mit ihr wälzen könnte. Gestern war es mir schon wieder zu warm. Ich bin fertig mit dem Sommer. Hatte ich das nicht gesagt? Einmal muss Schluss sein. Herr, es ist Zeit!
In den See wollte ich aber auch nicht steigen. Das habe ich dem Hausmann und vielen, vielen anderen überlassen, die gestern den vielleicht letzten Sommertag dieses Jahres für eine Stippvisite an den Schlachtensee genutzt haben. Vorher waren sie alle beim Eisladen.
Die besten Plätze am Sunsetplace waren natürlich belegt. Gut, dass ich meinen Rucksack dabei hatte. Auf den kann ich mich im Notfall setzen. Das Fräulein zerrte im Wasser an Wurzeln. Ein paar Meter weiter war ein Mops damit beschäftigt, die geworfenen Holzstücke zu apportieren. Wenn er dabei nur nicht so geschnauft hätte. Armer kleiner Kerl.
Nachdem der Herr Hausmann sich wieder angekleidet hatte, gab es das vielleicht letzte See-Bier dieses Sommers. Vielleicht werden wir in drei Wochen an einem anderen See Glühwein trinken. Aber ob der Mann da vorher schwimmen wird? Er glaubt nicht.
Dabei waren wir beide doch schon einmal an einem 28. November bei 8 Grad Wassertemperatur in diesem See. Ist allerdings eine Weile her. Seitdem bin ich deutlich kälteempfindlicher geworden. Empfindlicher gegen Hitze allerdings auch. Vielleicht geht die Tendenz eher Richtung Mimose.