Gefunden in Henry Miller: Big Sur und die Orangen des Hieronymus Bosch

Der Schriftsteller, der mit seinen Mitmenschen in Verbindung treten und dadurch eine Gemeinschaft herstellen will, muss nur aufrichtig und ohne Umwege sprechen. Er hat nicht über literarische Gepflogenheiten nachzudenken, nicht über Strömungen, Moden, Absatzmöglichkeiten, unannehmbare und annehmbare Ideen. Er braucht sich nur selbst auszuliefern, nackt und verwundbar, wie er ist. Alles, was ihn einengt und hemmt, was er nicht preisgibt, fühlt der Leser mit derselben Verzweiflung und Unruhe wie er selbst.

Nein, der Mensch, der sich und anderen Luft schaffen will, darf nicht auf die Elias, die göttliche Komödie oder ein anderes großes Vorbild schauen. Er muss uns in seiner eigenen Sprache die Saga seiner Leiden und Drangsale geben, die Saga seines Nicht-Existenzialismus. In diesem Spiegel des Nicht-Seins wird jeder sich als das erkennen, was er ist und was er nicht ist.

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