Ignoriert von Buntspecht und Co. Vor den Fenstern von Frau J. fliegen sie hin und her, an ihren Knödeln tun sie sich gütlich. Das habe ich gerade beim ersten gemeinsamen Kaffee sehen können. Als würden sie mich für meine lange Abwesenheit ein klein wenig bestrafen. Phhhh. Wir sind nicht angewiesen auf dich. Der Kater kotzte, als er mich sah. Soll ich zurück nach Berlin? Mich beim Buckower Freund einmieten? Scherz.
Als ich gestern im Bus saß und durch die eisige, schwarzweiße Landschaft fuhr, wurde ich plötzlich von einem Glücksgefühl durchströmt. Das ist meine Landschaft. Diese Kargheit, diese Stille, diese riesigen Himmel, mit all dem bin ich in Resonanz. Und deswegen werde ich mir nächste Woche die kleine Wohnung am Markt in Havelberg anschauen. Nicht weit von Havel und Elbe, von den Deichen entfernt. Vor Ort hätte ich Zeit, nach etwas Besserem Ausschau zu halten. Oder ich suche mir zusätzlich einen kleinen Garten.
Das Angebot der Freundin, zusammen mit ihr und den Kindern in eine große Wohnung mit zwei Balkonen in Salzburg zu ziehen, kam vorgestern überraschend. Im ersten Moment hat mir die Idee gefallen. Die Salzach gleich um die Ecke, mit der S-Bahn in einer halben Stunde am schönen Wallersee, auch der Fuschelsee ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Aber bin das wirklich ich? Diese Frage sollte ich beantworten, wenn auch meine Seele wieder zu Hause ist. Wenn ich tatsächlich wieder ich bin.