Vielleicht üben die Knödel vom NABU, die mir die Mannheimer Freundin hatte schicken lassen, doch einen gewissen Reiz auf meine Vögel aus. Teilt sie euch ein, Freunde. Es sind die letzten. Dann gibt es nur noch die vom Fressnapf.
Als ich gestern im Wald war, sah ich überall die Spuren der Wildschweine. Sie sind extrem anpassungsfähig und finden auch im Winter unter der Schneedecke Pilze, Wurzeln, Aas. Dafür müssen sie sich auch viel bewegen. Rehe dagegen fasten, sie schlafen – in sogenannten „Rehbetten“ – und ruhen viel, der Magen verkleinert sich, sie zehren von den Fettreserven, die sie sich angefressen haben.
Und ich? Ich hatte nach der einen Stunde im Wald etwas bessere Laune als vorher.
Die Nächte mal wieder. Den Platz, den meine Seele sonst innehat (sie ist wohl immer noch unterwegs) haben die bekannten Dämonen übernommen. Sie sitzen auf der Bettkante und machen mir Angst. Nachts bin ich eine andere. Nur welche? Der Säugling im Hein, der nichts von einem Zuhause weiß? Der sein Nervensystem nicht allein regulieren kann?
Die alte Frau braucht zwei Stunden und alle Instrumente, die sie sich über die Jahre erworben hat, bis sie sich wieder ähnlich ist. Und dann – als würde plötzlich ein Schalter umgelegt: Frieden.
Wer schaltet?