Eine Autotür klappt

Ein Hund bellt. Die Sirene eines Krankenwagens. Ich sitze auf meinem Bett in dem kleinen Dachzimmer, das ich seit einer Woche bewohne, und wundere mich. In mir ist Ruhe. Eine eigenartige Ruhe.

Müsste ich nicht etwas fühlen? Abschiedsschmerz? Ankunftsfreude? Aufbruchsstimmung? In vier Tagen fahre ich nach Bayern. Andere Menschen, eine andere Bleibe. Vorübergehend.

Vielleicht bin ich in einer Zwischenwelt. Nicht mehr dort, in dem kleinen Dorf, in dem ich drei Jahre gelebt habe. Aber auch noch nicht richtig hier. Dort schon gar nicht.

Ich beschäftige mich, versuche mich nützlich zu machen. Das große Haus, der Garten – da muss nicht lange gesucht werden. Ich lese, höre Musik, unterhalte mich mit den Freunden.

Bei all dem beobachte ich mich.
Und warte.

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