Manche Probleme lösen sich von selbst.

Was mit den Sachen anstellen, die der Nachbar von gegenüber mit der Bemerkung „Wenn ihr mal wieder Flohmarkt macht…“ in regelmäßigen Abständen vorbeibringt?

Das Fässchen für den Schnaps auf seinem hölzernen Gestell – Anno 1929 – und einen der hübsch-hässlichen Wandteller hatten mir Hausmann und Moppedfahrer neulich zum Empfang in mein Zimmer gestellt.

„Wir haben eine Überraschung für dich. Bestimmt freust du dich ganz doll“

An ihrem Feixen war zu erkennen, dass es sich eher nicht um eine Freude handeln würde. Aber nun.

Die Freundin war begeistert. „Das ist so schräg, damit muss man etwas machen. Und diese Teller, die sind doch bezaubernd.“

Sie mag Rotkehlchen und Meisen. Fässchen, Tellerchen und auch der Porzellan-Papagei, der hier seit zwei Jahren ein Nischendasein fristete, wurden ihr nach dem Frühstück gut verpackt zum Auto getragen. Adieu! Auf nimmer Wiedersehen.

Am Himmel hängt eine graue Wolkendecke. Das gefällt mir gar nicht, seit ich herausgefunden habe, dass sie Shakespeare heute Abend tatsächlich draußen spielen. Der Wetterbericht hatte doch etwas anderes versprochen, als ich die Karten gekauft habe. Nehmen wir Regenjacken und Schirme mit? Warme Decken? Die Zuckerschnecke ist optimistisch. Außerdem könnte ich mir ja zwei Hosen übereinander ziehen.

Was ich alles könnte. Die Eisproduktion verschieben. Das ginge auch.

Kommentar verfassen

Entdecke mehr von AM RAND EIN ZUHAUSE

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen