Endlich wieder Jeans und feste Schuhe beim Hundespaziergang. Aber ich weiß, dass Temperaturen zwischen 19 und 25 Grad – wie ich sie liebe – bei Sonnenanbetern Betrübnis auslösen.
Bei mir löst das Thema Hühner-, Katzen-, Hundekackebeseitigung leichte Betrübnis aus. Meine Ermahnungen an die Hühner – interessiert beobachteten sie gerade mal wieder mein Tun, als ich mit Schaufel und Harke durch den großen Garten schlich -, sich doch bitte an einer Stelle zu entleeren, stoßen auf taube Ohren.
Während ich diesen Satz schreibe, kotzt die schwarze Katze mit den weißen Pfoten in den Sessel. Hättest du nicht vor die Tür gehen können???
Vielleicht möchte ich doch keine Hühner und Katzen. Und keinen Hund, der ein Gartenkacker ist. Es gibt doch einige Dinge, die ich unappetitlich finde.
Dazu gehören auch die kleinen Geschenke, die mir die Katzen machen. Bevor ich mich zum Arbeiten an den Tisch im Wintergarten setze, schaue ich unter Sofas und Stühlen nach, ob dort vielleicht eine große tote Maus oder eine kleine Ratte abgelegt wurde. Geboten wird da einiges.
Der Retriever, den ich wirklich von Herzen gern habe, der ist ja nicht nur ein Gartenkacker und ein großer Rehjäger – jagen tut er ja, auch wenn er die Sinnlosigkeit nach zwanzig Metern einsieht bzw. seine Fitness richtig einschätzt –, er ist gleichzeitig auch ein ziemlicher Schisser vor dem Herrn.
Bei Gewitter verliert er jegliche Entspanntheit, die er sonst zu Hause an den Tag legt. Da fiept und zittert er, weiß nicht, wohin mit seinen Gefühlen. Dann will er auf oder unter das Sofa oder eher auf meinen Schoß. Da gibt es schon mal ein paar Kratzer, unbeabsichtigt natürlich – ich habe das gestern in abgemilderter Form erlebt.
Für diesen Umstand hat man mir eine Strategie aufgeschrieben. Fenster und Türen schließen. Laute Musik spielen. Aber ehe ich das Gerät bedient und mit meinem Smartphone gekoppelt hatte. Das dauerte. Doch dann hat uns Joe Bonamassa über die schwierige Zeit geholfen. Ich wollte mich ein bisschen zur Musik bewegen, aber das hat den Hund auch irritiert.