Der Wind schüttelt die Kronen der Lärchen. Als ich gestern Nachmittag im Garten in der Sonne saß, sagte ich zum Freund, der gerade vom Reparieren zurückgekommen war, dass jetzt meine liebste Jahreszeit beginnt. Der Herbst. Ich sehe, rieche, spüre ihn. Da können sie mir nächste Woche ruhig noch einmal mit 29 Grad kommen.
Vor der kurzen Hitzeperiode werde ich nach Lenzen fahren, um mir eine Wohnung anzuschauen. Ich hätte nicht gedacht, dass daraus noch etwas wird. Doch nun. Ein Telefonat, ein Termin. Was bin ich gespannt auf die kleine Stadt an der Elbe. Darauf, ob ich dort etwas von dem wiederfinde, was mir in den beiden Wochen auf dem Land so gutgetan hat.
Der Abschied von dem kleinen Dorf in der Ostprignitz ist mir schwergefallen. Von der Stille, dem weiten Himmel, den Wiesen und Feldern. Und natürlich von den Freundinnen. Wie gern wäre ich geblieben. Wie wohl ich mich auch in dem alten Bauernhaus gefühlt habe. Küche, Bad, Schlafraum, Wintergarten, mehr brauche ich gar nicht. Ich würde alles so lassen, wie es ist, wenn es durch ein Wunder plötzlich meins wäre. Weil es perfekt ist. Schön, dabei schlicht, ästhetisch. Auch im Garten würde ich nichts verändern. Und wie genial bei heißem Wetter so eine große Tonne mit kaltem Wasser ist. Hui!
Natürlich wäre ich auch gern länger bei den Tieren geblieben. Auch wenn sie alle nur das Eine von einem Mädchen wollen. Ich habe den Hund gefragt, ob er mit mir nach Berlin kommt. Nö. Wollte er nicht. Ich wäre zu knausrig mit den Leckerlis.