Vereinzelt fliegen gelbe Blätter durch die Luft

Der Quittenbaum hat schwer zu tragen. Jetzt hat er eine erste Frucht losgelassen. Das Quittenkonfekt wird immer im November hergestellt, wenn es draußen schon recht ungemütlich ist und sich die Helfer des Moppedfahrers gern in der Nähe der Küchenhexe aufhalten und dort ohne Murren in dem schweren Topf rühren, bis sich in der dunklen duftenden Masse Straßen bilden. „Vereinzelt fliegen gelbe Blätter durch die Luft“ weiterlesen

Die Sonne scheint direkt in die Hollywoodschaukel hinein.

Von den frischen sieben Grad, die das Außenthermometer vor drei Stunden noch anzeigte, ist hier nichts zu spüren. Den Schal, ein Paar Socken und eine Strickjacke habe ich bereits abgelegt. Außerdem brauche ich einen Schirm über die Augen, damit ich nicht ständig gegen die Helligkeit anblinzeln muss. „Die Sonne scheint direkt in die Hollywoodschaukel hinein.“ weiterlesen

Zwei Strickjacken übereinander sind heute nicht übertrieben

Die Wärme der beiden letzten Tage hat dem Infekt oder was auch immer sich da zusammengebraut hatte gutgetan. Manchmal braucht es diese körperlichen Signale. Leg dich raus. Lass den schmerzenden Körper, die triefende Nase in Sonnenstrahlen baden. „Zwei Strickjacken übereinander sind heute nicht übertrieben“ weiterlesen

Mich deucht, ich könnte murrsinnig werden

So viele Gulden oder Kreuzer, die für verlauste Nachtlager in mit Soldaten belegten Spelunken oder Wirtshäusern entrichtet werden mussten, so viele Grenzen, so viel Willkür von Amtspersonen. Der Weg nach Syrakus war nicht gerade ein leichter. Johann Gottfried Seume ging ihn freiwillig in einer Zeit, die nicht erlebt zu haben ich doch sehr froh bin. „Mich deucht, ich könnte murrsinnig werden“ weiterlesen

Meine Reise mit Goloka (29) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2018

Laufen tut mir gut. Bewegung überhaupt. Auch deswegen fahre ich mit dem Freund aus Kreuzberg nach Kladow, wo wir bei einem längeren Spaziergang das schöne Licht an der Havel genießen. „Meine Reise mit Goloka (29) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2018“ weiterlesen

Während sich die Herren im Haus aufhalten –

der Hausmann will einen Zitronenkuchen backen, der Mopedfahrer studiert einen Schaltplan –, habe ich mich nach Hollywood verzogen. Quitten leuchten zu mir herüber. Ich beobachte sich paarende Libellen. Das kann manchmal Stunden dauern, wie ich erst vor kurzem gelesen habe. „Während sich die Herren im Haus aufhalten –“ weiterlesen

Eigentlich wollten wir gestern den Nebula Art Space sehen,

die Verbindung von Licht und Klang im ehemaligen Badehaus der Beelitzer Heilstätten. „Zwischen Reiz und Wirklichkeit liegt deine Vorstellung“, so steht es auf dem Plakat im Foyer. Zumindest das konnten wir von draußen erkennen.

Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag. „Eigentlich wollten wir gestern den Nebula Art Space sehen,“ weiterlesen

Die Wärme gestern hat mich ganz wuschig gemacht.

Auch die Obdachlosen, die inzwischen auf Luftmatratzen oder einer einfachen Decke neben dem Rathaus liegen, haben mich irritiert. Und geärgert. Es sind so viele geworden. Dabei wäre nicht viel Geld nötig, um ihnen ein menschenwürdiges Wohnen zu ermöglichen. Sagt man nicht, dass sich der Zustand einer Gesellschaft daran ablesen lässt, wie sie mit ihren schwächsten Gliedern umgeht? „Die Wärme gestern hat mich ganz wuschig gemacht.“ weiterlesen

Das war ein erfolgreicher Tag.

Nach dem Frühstück bin ich mit dem Moppedfahrer ins Blumenviertel geradelt, wo sie gestern wieder Hoftrödel abgehalten haben. Den letzten habe ich noch in guter Erinnerung. Im schönen Monat Mai war das. Ist gar nicht so lange her. Ich hatte mir ein nettes Jäckchen gekauft, das in diesem Sommer oft im Einsatz war. „Das war ein erfolgreicher Tag.“ weiterlesen