Hier kann man um halb acht noch entspannt sitzen. Zweiundzwanzig Grad. Leichter Wind. Im Vergleich zu den Temperaturen gestern geradezu frisch. Ich habe mir das alte gestreifte Hemd von Anidana übergezogen. „Mit dem zweiten Kaffee in den Garten.“ weiterlesen
Kategorie: Alltag
Draußen schwül, innen kühl
Eben noch wollte ich mich an der Bushaltestelle in Havelberg in meine flüssigen Bestandteile auflösen, da saß ich schon in der kalten Regionalbahn (die R8 fährt wieder, juchu) und war froh über die Jacke, die ich mir über die Schultern legen konnte. „Draußen schwül, innen kühl“ weiterlesen
Mein zweiter Weg führte mich heute Morgen ins Museum für Verkehr und Technik.
In den Keller. Dort befindet sich in einem winzigen Raum die Pumpe, die für die Toilettenspülung zuständig ist. Manchmal versagt sie den Dienst. Wer es als Erster bemerkt, nimmt die Taschenlampe und steigt hinab ins Dunkel. In die heiligen Hallen könnte man auch sagen. „Mein zweiter Weg führte mich heute Morgen ins Museum für Verkehr und Technik.“ weiterlesen
Das erste Mal wach um zwei.
Kein Wind, keine Wellen, kein Floß im Meer. Ich liege in einem richtigen Bett. Eine Freude für meinen Rücken.
Aber sonst? Wäre ich gern auf dem Darß geblieben. „Das erste Mal wach um zwei.“ weiterlesen
Wach um halb vier.
Mir war übel. Das passiert ab und zu. Ich drehte und wälzte mich. Das Leben ist Leiden, hatte der Freund vom Mopedfahrer gestern Abend gesagt. Das fiel mir nun ein. Er hatte extra angerufen, um davon zu berichten, dass er von uns bis zu sich nach Hause zweieinhalb Stunden gebraucht hatte, weil die Stadtautobahn gesperrt war. Da spricht der bekennende Buddhist dann von Leid. Aber vielleicht war das auch ironisch gemeint. „Wach um halb vier.“ weiterlesen
Vor dem zweiten Kaffee
habe ich die Auflagen für die Hollywoodschaukel aus dem Schuppen geholt. Auch die kleinen Kissen, die ich mir in den Rücken stopfe.
Es wird von Tag zu Tag grüner hier, auch wenn ich oft denke: Grüner geht nicht. Aber es geht natürlich doch. Pflanzen wachsen in die Höhe, in die Breite. Der Salat wird als Nächstes blühen, der Rettich protzt bereits mit Weiß. Daneben am Strauch einige errötete Johannisbeeren. Im Grün der Gräser eine kleine rote Mohnblüte. „Vor dem zweiten Kaffee“ weiterlesen
Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.
Ich habe ein paar Blüten vom Strauch geschnitten und in eine kleine Vase gestellt. Alles wächst, gedeiht. Die Kugeldistel ist so in die Höhe geschossen – auch in die Breite –, dass ich die Vogeltränke dahinter nicht mehr sehen kann, wenn ich im Wintergarten sitze. Auch die Sonnenblumen wachsen sichtbar. Die zarten Stängel mit grünen Blättchen haben die Bohnenkerne hervorgebracht, die ich vor ein paar Tagen gesetzt habe. Schön, dass ihr schon da seid! „Auch in meinem Zimmer riecht es nach Holunder.“ weiterlesen
Kurz vor elf sind wir ins Blumenviertel geradelt.
Zum Hof- und Gartentrödel. Viele Anwohner haben mitgemacht. Von Ramsch bis schön chic war alles dabei. Klamotten. Kunst. Kindersachen. Viel Spielzeug. Geschirr. Bücher. Was man bei einem Trödel eben findet. Dinge, die man nicht braucht. Die man nicht unbedingt braucht… „Kurz vor elf sind wir ins Blumenviertel geradelt.“ weiterlesen
Heute Morgen sang eine Amsel vor meinem Fenster.
Es kam mir vor, als wolle sie mir das Aufstehen schmackhaft machen. Komm. Schwing dich aus dem Bett. Die Sonne scheint. Setz dich in den Garten. Der mit der neuen Schneise, den fröhlich wachsenden Tomaten, dem stolzen Mohn, dem freigelegten Lavendelbusch noch schöner ist.
Alles richtig. Aber den ersten Kaffee trinke ich im Bett.
„Heute Morgen sang eine Amsel vor meinem Fenster.“ weiterlesen
Im Nachbargarten krakeelen die Krähen.
Sie klingen immer etwas ärgerlich. Heute habe ich mich mit dem zweiten Kaffee so gesetzt, dass ich den Salat, die Kugeldisteln und Sonnenblumen im Blick habe. Von letzteren wurden schon einige umpflanzt. Sie mussten Platz machen für die Bohnen, die ich gestern Morgen in die Erde gebracht habe. „Im Nachbargarten krakeelen die Krähen.“ weiterlesen