Der Bauer fährt mit dem Traktor Heuballen zu den Kühen, der Wagen vom AWU leert die Blaue Tonne, der Saugwagen für die Klärgrube macht vor allem Krach. Die Gerüche gehen im Winter Gott sei Dank irgendwie unter. Die alte Eiche gegenüber steht starr und stumm.
In Brandenburg sind Ferien. Aus diesem Grund fahren morgen auch keine Busse in Roddahn. Gar keine. Sonst fahren wenigstens zwei oder drei pro Tag. (In unserem Dorf fahren niemals irgendwelche Busse.)
Aber ich wäre morgen früh um halb acht tapfer eine Dreiviertelstunde durch den Wald gelaufen, und am Nachmittag hätten mich auch die sechs Kilometer nicht geschreckt, die ich von Sieversdorf hätte heimlaufen müssen. Nun habe ich den Termin für die Wohnungsbesichtigung auf Dienstag verschoben. Und siehe: Das fühlt sich besser an.
Ich hätte nichts dagegen, in eine Art Winterschlaf versetzt zu werden. Wenn ich aufwache, sind die Zähne gezogen, ich habe ein prächtiges Gebiss – mit dem ich (fast) alles beißen kann – und eine entzückende kleine Wohnung in Wassernähe. Ein freundliches Hallo an die Zuständigen: Habt ihr alles mitbekommen?