Im Obergeschoss trudelt der Wäschetrockner.

Der Rucksack ist gepackt, Dinge wurden hin- und hergeräumt. Das Fräulein hat sich zurückgezogen. Sie weiß, dass hier etwas im Busch ist. Bevor ich mich verabschiede, werden wir allerdings noch einen Spaziergang machen. Vielleicht treffen wir endlich mal jemanden auf dem Bolzplatz, damit sie ein wenig toben kann.

Heute Morgen habe ich ein paar neue Wege entdeckt – schmal, unscheinbar –, die direkt an den See führen. Eigentlich könnte man doch denken, dass jemand, der hier 25 Jahre gelebt hat, alle Straßen rund um den See in- und auswendig kennt. Könnte man denken. Wäre ich nicht eine, die sich sogar in gewohnter Umgebung verlaufen kann. Alles schon passiert. Vielleicht kann ich mich im Mai noch erinnern, wenn ich das nächste Mal beim Fräulein im Einsatz bin.

Noch eine Nacht beim Freund, bevor ich morgen zur Abwechslung mal wieder nach Hause fahre. In mein Dorf. Das nur noch dreieinhalb Wochen lang mein Zuhause ist. Ein eigenartiges Gefühl. Eine Art Zwischenwelt. In der ich mich auch in Hinsicht auf die Nahrungsaufnahme befinde. Nicht Fisch, nicht Fleisch. Nicht beißend, nicht knuspernd. Löffelnd.

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