Die elf Kilometer ziehen sich

Ich fahre sonst mit dem Ebike, da fällt mir nicht auf, in welch schlechtem Zustand ich bin bzw. wie unterirdisch meine Kondition ist. Heute pruste und schnaufe ich und brauche fast eine Stunde bis zum Bahnhof.

Hoffentlich lohnt sich der Einsatz. Hoffentlich steht mein Rad morgen noch hier. Komplett.

Da ich noch Zeit habe, hole ich mir bei Armster einen Kaffee. Und dann, in einem Anfall von Übermut, nehme ich auch ein Stück vom Mandarine-Schmand-Kuchen. Ich pfeife auf Keto. Das ist mir gerade sowas von Schnuppe.

Der Belag ist weich, den kann ich auch mit ohne Zähne…lutschen.

Ach, ich bin es so leid. Das ständige Pürieren geht mir auf die Nerven. Ich bin nicht allzu hoffnungsvoll was den Zahnarzt-Termin morgen angeht. Da kommt auch schon der Anruf aus der Praxis, der mich erinnern soll. Ja. Ich weiß. Bin schon unterwegs. Jetzt??? Gut. Gut.

Die Anruferin weiß ja nicht, dass ich vom Dorf komme und einen halben Tag eher losmuss, wenn ich morgen um neun einen Termin in Berlin habe. Ich habe auch keine Zeit, es zu erklären. Aufgelegt.

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