Um fünf bellt der Hund von schräg gegenüber.

Ich bin seit vier wach und versuche, noch etwas zu schlafen. Das klappt nicht. Ich höre das Bellen. Etwas regt das Tier auf.

Seit Tagen schlafe ich mal wieder schlecht, liege drei, vier Stunden wach. Der Umzug lag mir auf der Seele. All die Arbeiten, von denen ich dachte, sie noch erledigen zu müssen: Kühlschrank, Fenster putzen. Das Bad. Saugen. Die Spinnweben unter der Treppe, die ich gerade erst entdeckt hatte. Allerletzte Dinge verstauen. Lebensmittel. Bettzeug.

Aber natürlich klappte alles. Dem Hausmann sei Dank. Der hatte nicht nur das Auto besorgt, war der Fahrer, er trug auch die schwersten Sachen. Gott sei Dank hatte die Freundin in Havelberg eine Sackkarre organisiert, das erleichterte einiges. Und ich kann jetzt der freundlichen Frau von den Stadtwerken vermelden, dass ein Teil meiner Sachen schon in einem Keller in der Stadt wohnt, ich also „nur“ noch auf die passende Wohnung von ihr warte.

Den Müll sind wir auf dem Recyclinghof losgeworden. Holz hier hinter die Barriere. Elektro in den Blauen da hinten. Glas? Altkleider? Sperrmüll? Alles in die drei. Es ist ein bisschen so wie früher, als man die Sachen zur Müllkippe fahren musste. Aber was macht das schon im Angesicht völkerrechtswidriger Kriege, von Genoziden, weiterer drohender Kriege und anderer Katastrophen.

Im Dorf dann noch einmal das Auto beladen, ein letzter Kaffee, letzte Umarmungen, und dann waren wir tatsächlich auf der B5. Dass das Auto nur 90 fuhr lag an dem Marder, der offensichtlich in der Nacht davor auf dem Hof der Autovermietung gearbeitet hatte. Das erfuhren wir am nächsten Tag.

Um 19.30 Uhr waren alle Sachen in Buckow, das Auto ausgeräumt. Natürlich gibt es hier auch eine Sackkarre. Zum Schluss ein Glas Crémant auf den Umzug und die Zukunft unserer Dreier-Wg. Die ich nächste Woche allerdings schon wieder verlasse Richtung Bayern. Dort habe ich tatsächlich eine vorübergehende Bleibe. Wie lange? Ich weiß es nicht. Im Moment ist alles offen. Ich fühle mich frei. Mal schauen, wie lange dieses wunderbare Gefühl anhält.

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