Drinnen ist es wärmer als die letzten Tage.

Sechzehn Grad. Mir ist kalt. Da hilft auch die Wärmflasche nicht, die ich mir gerade gemacht habe. Vielleicht sollte ich ins Bett gehen. Den Körper zur Ruhe kommen lassen. Mal wieder einen Krimi schauen.

Bisher war immer etwas zu tun. Kisten und Taschen auspacken, Schränke, Regale einräumen. In der Küche musste für all die Dinge, die wir mitgebracht haben – Gewürze, Konserven, Öle, Soßen, Eingemachtes – Platz geschaffen werden. Da bot sich ein Frühjahrsputz an.

Wenn ich nicht gerade putzte oder räumte, in sonnigen Abschnitten mit den Freunden im Garten saß, besuchte ich meine Zahnärztin. Die Prothese – eine never ending story. Jetzt ist es etwas besser: Ich konnte die ersten Mahlzeiten in nicht pürierter Form zu mir nehmen. Weichgekocht, gedünstet. Richtig gut ist es aber immer noch nicht. Ich wurde auf nächste Woche vertröstet. Wir unterfüttern neu. Ich hoffe nicht, dass ich mir in Bayern noch einen Zahnarzt suchen muss.

Trotzdem bin ich einigermaßen heiter. Das wundert mich. Ich habe sogar vergessen, der freundlichen Frau von den Stadtwerken in Havelberg einen Ostergruß zu schicken. Das Thema Wohnungssuche ist gerade sehr weit weg. Was vielleicht kein Wunder ist. Immerhin bin ich gerade umgezogen. So sehr mag ich Umzüge nun auch nicht.

Es kommt mir vor, als wäre ich einen großen Kreis gegangen und nach drei Jahren wieder in Berlin angekommen.

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