Zum Hof- und Gartentrödel. Viele Anwohner haben mitgemacht. Von Ramsch bis schön chic war alles dabei. Klamotten. Kunst. Kindersachen. Viel Spielzeug. Geschirr. Bücher. Was man bei einem Trödel eben findet. Dinge, die man nicht braucht. Die man nicht unbedingt braucht…
Eigentlich wollte ich nur nach Krimis schauen, aber dann sind mir doch ein Jäckchen und ein sommerliches Kleid zugeflogen. Das Kleid hat mir eine Frau verkauft, mit der ich mich gern unterhalten hätte. Ungefähr mein Alter. Längere graue Haare. Lässig und gleichzeitig elegant gekleidet. Auch die Dinge, die sie verkaufte, hatten Stil. Die Kleidung. Das Geschirr. Die Bücher. Es waren immer Menschen um sie herum.
Neben dem einen oder anderen netten Kontakt, der sich bei einem solchen Ereignis manchmal tatsächlich ergibt, habe ich mich an verwunschenen Gärten erfreut. Viel waren es nicht, aber es gab sie. Dort hätte ich mich gern länger niedergelassen, in der Hand ein kühles Getränk, aber das war nicht vorgesehen. Zu späterer Stunde vielleicht.
Zu späterer Stunde hat es geregnet. Nicht gerade viel, aber wenigstens überhaupt. Das hatten sie mir schon für heute Nacht versprochen. Unsere Kaffeetafel musste etwas abrupt aufgehoben werden. Denn während der Moppedfahrer und ich auf der Pirsch waren, hat der Hausmann schon wieder Rhabarberkuchen gebacken. Für seinen Besuch und für die beiden anderen Mitbewohner. Für uns eben.
Der Rest des Kuchens ist trocken ins Haus gekommen. Ob er da allerdings den Abend übersteht…