Für den Winter. Wo man im Bad aufpassen muss, dass einem der Atem nicht gefriert. Okay. Ich übertreibe. Ganz so kalt ist es nicht.
Im Moment ist der Keller der kälteste Ort im Haus. Zwanzig Grad. Gestern Abend saß ich dort eine Weile, da ich das Gefühl hatte, mein Gehirn würde sich verflüssigen und der restliche Körper den Dienst einstellen. In meinem Zimmer abends um zehn immer noch zweiunddreißig Grad. Draußen war es nicht kälter. Der Freund hatte nur den Eindruck, es wäre so.
Neuerdings sitzt er abends im Waldkino, wie er es nennt. Er auf seinem Chefsessel vor der Tür zum Schuppen, das Fernsehgerät drinnen. Gestern hat er sich einen alten Tatort angeschaut. Ich konnte mithören, da ich quasi sediert in der Hollywoodschaukel lag. Wie haben wir diesen Tag eigentlich überstanden, frage ich mich gerade.
Morgens um halb neun sind wir zu dritt beim Nachbarn gegenüber angetreten. Johannisbeeren ernten. Vier Kilo etwa. Die wurden später auf unterschiedliche Weise weiterverarbeitet. Der Hausmann hat (heute) einen Kuchen gebacken, der Mopedfahrer hat mit seiner Spezialmethode (ich sage nur: Stabmixer) gearbeitet und später Sirup gekocht, ich habe Eis gemacht. Dazwischen wurde immer wieder die Gartendusche benutzt, in dicken Büchern gelesen. Sogar an der Übertragung meiner Blogger-Beiträge zu WordPress habe ich weitergearbeitet. Das alles funktionierte bis zum Abend. Dann kam bei mir der fast Kollaps. Die beiden Herren sind robuster, was Hitze angeht.
Heute Abend könnte ich im Keller schlafen, wenn es bis dahin nicht besser geworden ist mit den Temperaturen. Sie würden mir selbstverständlich helfen, dort ein provisorisches Lager einzurichten. Das ich dann allerdings mit unzähligen Fliegen teilen müsste, die ihren Umzug bereits vollzogen haben.
Ich stamme aus Vietnam, genauer gesagt aus Ho-Chi-Minh-Stadt. Ehrlich gesagt, die Temperaturen hier sind für Europäer recht hoch.
Niemand empfindet die Hitze als angenehm, mir inklusiv. Möglicherweise bin ich eine kleine Ausnahme, da ich tendenziell wärmeres Wetter bevorzuge als kühlere Temperaturen.
„Die Herren passen sich besser an die Hitze an als die Damen“ – diese Aussage von dir finde ich interessant, obwohl ich dir nicht ganz zustimme und nicht zu viel Bedeutung beimessen möchte.
Vergiss nicht, ausreichend Wasser zu trinken. Bis zum nächsten Mal!
Danke für deine Fürsorge. Ho-Chi-Minh-Stadt wäre mir vermutlich nicht nur zu warm, die Luftfeuchtigkeit wäre mir auch zu hoch. Meine Aussage über Männer und Hitze betrifft im übrigen nicht Männer allgemein, sondern die beiden Herren, mit denen ich in einer WG lebe. Die kommen beide mit der Hitze besser zurecht. Lieben Gruß und bis zum nächsten Mal.