Das Rotkehlchen hüpft um die Hollywoodschaukel herum.

Manchmal sitzt es auch nur einen Meter entfernt auf der Lehne des Holzstuhls. Es ist das zutraulichste aller hier im Garten versammelten Vögel. Es kommt so dicht heran und bleibt so lange sitzen, dass ich das Gefühl habe, da will sich eine mit mir unterhalten.

Im Johannisbeerstrauch pickt Frau Amsel an den vergorenen Früchtchen. Im Lorbeerbaum flattern Spatzen herum. Gestern Abend habe ich die Tränke aufgefüllt, auch in der Hoffnung, dass der eine oder andere Vogel vielleicht ein Bad nimmt.

Die blaue Kugeldistel hat sich wieder aufgerichtet. Schauer und Wind hatten die Pflanze fast waagerecht gedrückt. Die Sonnenblumen blühen. Auch die eine, die fast doppelt so groß ist wie alle anderen. Die größte, die ich bisher gesehen habe. Vor ein paar Tagen haben wir sie ausgemessen, da war sie zwei Meter siebzig groß. Ich denke, dass sie inzwischen zwei Meter neunzig erreicht hat. Und sie ist mit dem Wachsen noch nicht fertig.

Manchmal sehe ich einen der Füchse im unbewohnten Nachbargarten. Sie lieben die weiße Plane, wälzen sich darauf herum. Vielleicht sind es auch die dabei entstehenden Geräusche, die den Tieren gefallen. Alle drei Füchse gleichzeitig habe ich allerdings lange nicht mehr gesehen. Inzwischen nehmen sie auch einen anderen Weg. Vielleicht wissen sie, dass es im übernächsten Garten keine Kaninchen mehr gibt. Neulich kam Bruder Fuchs, hielt einen Moment inne – wer da? – lief dann, völlig unbeeindruckt von drei Menschen, gemächlich weiter.

Wie sich so ein Fuchs wohl am Schlachtensee fühlen würde? Ich vermute, dass ihm der dort herrschende Andrang den Appetit auf Entenküken und junge Schwäne verderben würde. Zumindest bei mir löst eine Gemengelage aus Handtuch an Handtuch, Decke an Decke in Kombination mit lauten Rhythmen – Bumm, Bumm, Bumm – vor allem einen Fluchtreflex aus.

Wir hatten gestern noch Glück, zumindest unser Picknick konnten wir in Ruhe und mit ausreichendem Abstand zu den Nachbarn genießen. Auch das Schwimmen war schön. Dass ich dann wie ein gestrandeter Wal ans Ufer gezerrt werden musste, ist eine andere Geschichte.

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