Ein kühler Wind weht zu mir ins Zimmer.

Ich bin noch nicht richtig wach. Kein Wunder, ich schlafe mal wieder schlecht. Heute Morgen spielten in der einsetzenden Morgendämmerung die Füchse im Nachbargarten auf der weißen, so schön raschelnden Plane, während ich versuchte, die nun wirklich letzten Für und Wider der Wohnung in Lenzen  abzuwägen. Bis es in mir plötzlich ganz ruhig wurde und ich eine Antwort hatte.

Mein Ausflug nach Havelberg gestern hat mich deprimiert. Die besichtigten Wohnungen zu teuer oder zu sehr mittendrin, sie haben keinen Platz für mein Bike, keinen zum Draußensitzen. Dabei hatte ich innerlich ja fast schon Ja gesagt zu Lenzen. Zu den Elbauen, dem See, den freundlichen Menschen, vielleicht auch zu den Eulen und Uhus. Und doch musste ich gestern noch einmal nach Havelberg. Wie das manchmal so ist. Ich könnte womöglich etwas verpassen.

Als ich der netten Frau aus der Vermietung meine Entscheidung mitteilen möchte, erreiche ich nur den AB. Ein kurzer Schreck. Was, wenn die Wohnung weg ist? Ich finde die Online-Anzeige nicht mehr. Es brauchen vielleicht nicht alle Menschen so lange wie ich. Doch  meine Sorge war umsonst. Die Wohnung ist noch nicht vergeben, ich kann wie besprochen im November einziehen. Die junge Frau freut sich, dass ich diejenige welche bin. Sagt sie.

Dann noch ein Anruf bei meinem Kontaktmann vor Ort. Der mich mit Telefonnummern, Hinweisen und einem Ausfahrt-Angebot bedacht hatte. Der ehemalige Buchhändler sollte wissen, dass ich zwar nicht in die Wohnung ziehe, die er auf den letzten Drücker für mich entdeckt hatte, dass ich aber trotzdem Lenzerin werde.

Gleich bekomme ich neue Informationen. Wo es Bücher zum Mitnehmen gibt, was eigentlich eine ISBN-Nummer aussagt, was man unter Graubüchern versteht, wann der Hoftrödel stattfindet. Und dann überlegt er noch, dass er mir ja einiges mit dem Rad zeigen könnte, wenn ich da bin. Allerdings fällt ihm auch ein, dass das Wetter im November schon recht ungemütlich sein kann. Das macht doch nichts, erwidere ich, ich bin keine Mimose.

Aber ich, sagt er.

Das hätte ich nicht von einem gedacht, der jetzt gleich mit dem Rad – ohne E – nach Perleberg will. Hin und zurück 70 km.

5 Gedanken zu „Ein kühler Wind weht zu mir ins Zimmer.“

  1. Ich lerne auch gerade, was eine ISBN ist und dass die ja 70€ kostet und dass man einen Barcode haben soll, der nochmal 39€ kostet, oder man bastelt ihn sich slebst. Aber damit nicht genug, man muss das Buch auch beim VLB anmelden, sonst finden es die Buchhandlungen nicht und das kosttet direkt auch wieder Geld, so um die 99€. Mal sehen, wo das endet …

    1. Das klingt anstrengend. Und so preiswert auch nicht. Aber es ist ja für einen guten Zweck, gel??? Ich drück die Daumen für dein Buch!
      Meine Informationen galten eher dem Inhalt der ISBN. Welche Ziffer für welche Sprache usw. Habe ich leider sofort wieder vergessen…tsss…

      1. Danke, ja, aber ich denke es ist es wert. Ich hatte mein Buch jetzt als Taschenbuch veröffentlicht. Da kostest das Gesamtpaket mit ISBN und Meldung in allen nationalen und internationalen Datenbanken nur 39 €. Dafür verdiene ich pro verkauftem Exemplar gerade mal 1,08 €. Eins habe ich bisher verkauft. Eine Hardcover Bindung würde dort 39 € für mich kosten, also dann so 40 € Verkaufspreis. Jetzt habe ich aber due Webseite Buchdruck123.de gefunden. Die Drucken mir die Hardcover Version für 8,40 bei der Abnahme von 100 Stück. Dafür brauchte ich halt auch eine neue ISBN. Aber das ist es mir Wert.

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