Als ich um halb zehn in Sieversdorf durch das Wäldchen fuhr, hatte es auch noch angefangen zu regnen. Gut, dass ich den Hut auf dem Kopf hatte, die Krempe schützt die Brille. „Seit heute früh schwere Windwarnung“ weiterlesen
Kategorie: Alltag
Über mir am Himmel schnattern aufgeregt Gänse
Vier oder fünf große Formationen sind sich in die Quere gekommen, fallen auseinander, formieren sich neu. Wohin des Wegs, Freunde?
Die Kühe sind mal wieder einer energisch Ausschreitenden gefolgt.
Wohin geht sie? Gibt es da etwas zu fressen? Ihr nach, Canaillen!
Morgens sehe ich von meinem Fenster aus, wie sie die ersten Sonnenstrahlen für ein Bad in der Wiese nutzen. Sie liegen, schauen, kauen.
Felder, Wiesen, Pferde
Dörfer mit Häusern in unterschiedlichen Stadien des Verfalls neben hübsch hässlichen Neubauten. Ein Restpostenmarkt, der bessere Zeiten gesehen hat. Ihm gegenüber wird man „Satt und glücklich“. „Felder, Wiesen, Pferde“ weiterlesen
Aus dem großen Zimmer gegenüber
ertönt plötzlich laute Musik. Fischer-Z, So Long. Ich verlasse das Bett und gehe hinüber. Da stampfe ich ein bisschen zur Musik vor mich hin. „Aus dem großen Zimmer gegenüber“ weiterlesen
Die Kraniche rufen mir etwas hinterher
Wie bitte? Ich habe euch nicht verstanden. Noch ein Trompetenstoß. Viel Glück? Danke. Kann ich gebrauchen. Will sich vielleicht noch jemand anschließen? „Die Kraniche rufen mir etwas hinterher“ weiterlesen
Gerade hat mir der Hausmann vorgelesen,
wie man Herrn und Frau Specht auseinanderhalten kann. Herr Specht hat am Hinterkopf einen roten Fleck. Ich erinnere mich, das auch schon einmal gelesen zu haben. Aber sie zeigen sich meist von vorn oder von der Seite, sodass ich bisher noch keine Unterscheidung treffen konnte. „Gerade hat mir der Hausmann vorgelesen,“ weiterlesen
Über der Wiese zwei rote Milane, die um das Revier streiten.
Falls ich nicht Zeugin einer ungewöhnlichen Liebeswerbung bin. Was ich aber nicht annehme. Gerade habe ich mein Rührei gegessen – seit 24 Tagen mein Frühstück, mal mit Frischkäse, mal wie heute mit Leberwurst – und mir dabei von Martina Gedeck (ganz wunderbar) das Kapitel über Zähne aus dem Roman Die späten Tage von Natascha Wodin vorlesen lassen. „Über der Wiese zwei rote Milane, die um das Revier streiten.“ weiterlesen
Der kalte Wind schaukelt den Knödelboy mit zwei Meisen daran.
Als ich gestern aus Berlin kam, hatte ich Glück. Zumindest was den Wind angeht. Kein Gegenwind. Ich war nach den elf Kilometern auch nicht so erschöpft wie noch am Tag zuvor. Aber die Sitzhöcker. Die waren wund. Ich hatte tatsächlich überlegt, die letzten Kilometer zu laufen. Doch dann siegte die Bequemlichkeit. „Der kalte Wind schaukelt den Knödelboy mit zwei Meisen daran.“ weiterlesen
Die elf Kilometer ziehen sich
Ich fahre sonst mit dem Ebike, da fällt mir nicht auf, in welch schlechtem Zustand ich bin bzw. wie unterirdisch meine Kondition ist. Heute pruste und schnaufe ich und brauche fast eine Stunde bis zum Bahnhof. „Die elf Kilometer ziehen sich“ weiterlesen
Mit dem zweiten Kaffee setze ich mich an den Giebel.
Auf dem Kopf den schönen Mayser-Hut, den ich mir vor zwei Jahren Second Hand in Würzburg gekauft habe. Ein Schnäppchen (wusste ich damals aber noch nicht). Der ist nicht nur sehr gut bei Regen, seine Krempe schützt beim Schreiben und Lesen vor der Sonne. „Mit dem zweiten Kaffee setze ich mich an den Giebel.“ weiterlesen