Sie klingen immer etwas ärgerlich. Heute habe ich mich mit dem zweiten Kaffee so gesetzt, dass ich den Salat, die Kugeldisteln und Sonnenblumen im Blick habe. Von letzteren wurden schon einige umpflanzt. Sie mussten Platz machen für die Bohnen, die ich gestern Morgen in die Erde gebracht habe. „Im Nachbargarten krakeelen die Krähen.“ weiterlesen
Kategorie: Alltag
Mit dem zweiten Kaffee nach draußen,
aus dem Schuppen die verschiedenen Auflagen holen – für die Hollywoodschaukel, für die alte schwere Holzliege. Ich weiß nicht, wo ich mich niederlassen soll, stapfe durch das hohe Gras. Es ist noch feucht von der Nacht. Gemäht wird erst im Juni. Bis dahin sollen es die Insekten bei uns guthaben. Im Schöllkraut schaukelt eine Hummel. „Mit dem zweiten Kaffee nach draußen,“ weiterlesen
Während ich die Strickjacke enger um mich ziehe,
schwimmt in einiger Entfernung der Hausmann seine Runden. Das Fräulein beobachtet den tollkühnen Freund aufmerksam vom Ufer aus. Und das macht Spaß? Ist das nicht viel zu kalt? „Während ich die Strickjacke enger um mich ziehe,“ weiterlesen
Unter mir glänzte der See, neben mir glänzten die Augen des Fräuleins,
als wir gestern lange im Hundeauslauf zwischen See und S-Bahn unterwegs waren. Ständig trafen wir auf Artgenossen. Es wurde gerannt, getobt, bestiegen. Wer oben ist, ist Chef. „Unter mir glänzte der See, neben mir glänzten die Augen des Fräuleins,“ weiterlesen
Die grüne Bank am Bolzplatz hat ihren Standort geändert.
Sie steht jetzt in der Morgensonne. Ich sehe eine Krähe, die stolz über die Wiese marschiert. Neben mir blüht verschwenderisch eine Rosskastanie. Das Fräulein hat sich mit einem Stock in der Schnauze ins Gras gelegt. Kommt hier mal ein anderer Hund vorbei? „Die grüne Bank am Bolzplatz hat ihren Standort geändert.“ weiterlesen
Der neue Tag hat mich heute mit Sonne begrüßt.
Nach den Eisheiligen, die ihren Namen bisher alle Ehre gemacht haben – Bonifatius brachte gestern neben der Kälte auch leichte Gewitter und Regen – sehne ich mich nach ein wenig Wärme. Nur nicht gleich übertreiben bitte. Zwanzig Grad würden mir genügen. Aber das ist hier ja kein Wunschkonzert. Und wer weiß, was die Kalte Sophie heute noch an Überraschungen bereithält. „Der neue Tag hat mich heute mit Sonne begrüßt.“ weiterlesen
Als ich das Gartentor aufschließe, sehe ich den Amselmann.
Er sitzt auf dem Zaun und stimmt eine Strophe an. Über ihm im Baum Frau Amsel. Aha. Ein Lied für die Angebetete. Herr Amsel würde ihr gern näherkommen, allerdings gelingt es ihm trotz mehrerer Versuche nicht, auf einer der Efeuranken zu landen, die den Baum umhüllen. Frau Amsel fliegt in den Garten auf der anderen Straßenseite. Herr Amsel folgt. „Als ich das Gartentor aufschließe, sehe ich den Amselmann.“ weiterlesen
Das Fräulein hat sich ins Arbeitszimmer zurückgezogen.
Dort ist ihr Schlafplatz. Oft liegt sie aber auch im Wohnzimmer, gern unter dem großen Tisch, wenn ich hier sitze und schreibe, lese oder Podcast höre. Was ja ohnehin meine Hauptbeschäftigungen sind, wenn ich nicht gerade koche, mit dem Fräulein spazieren gehe oder kleine Übungen probiere, weil mir seit zwei Tagen der Rücken schon beim Atmen wehtut. „Das Fräulein hat sich ins Arbeitszimmer zurückgezogen.“ weiterlesen
Friedensfähig werden. Diese Formulierung gefällt mir sehr gut.
Manche Menschen meditieren dafür täglich eine Minute um 16 Uhr – eine weltweite Aktion –, andere stehen immer montags auf dem Marktplatz. Bei Wind und Wetter. Wieder andere fahren mit entsprechenden Plakaten im Auto durch die Gegend. Kleine Gesten, die nichts ändern, könnte man denken. Ich denke bzw. bin davon überzeugt, dass Frieden bei mir anfängt. „Friedensfähig werden. Diese Formulierung gefällt mir sehr gut.“ weiterlesen
Der Garten ist ein Stück anarchisches Grün in der Stadt.
Vor allem der Giersch hat sich breit gemacht, ist in die Höhe geschossen. Die Wege, die ich vor meinem Bayernausflug noch so schön sauber gemacht hatte – welche Wege? Sieht aber gut aus, so insgesamt. Grün in den verschiedensten Schattierungen. „Der Garten ist ein Stück anarchisches Grün in der Stadt.“ weiterlesen