WILLY BRANDT ANS FENSTER. Ich muss Frau Duck Duck bemühen. Und würde gern sagen, dass ich mich erinnere. Aber das ist nicht der Fall. „Erfurt Hauptbahnhof. In großer Schrift steht es auf dem Dach eines Hauses.“ weiterlesen
Kategorie: Alltag
Wie der österreichische Irrsee wohl zu seinem Namen gekommen ist?
Auf dem Weg dorthin überlegten wir. Die Erklärung finde ich erst abends, als wir längst wieder zu Hause sind. Angeblich war dort, wo heute der See ist, einst das Schloss eines Zauberers. Als dessen Bursche das falsche Fass öffnete, überflutete das herausströmende „irrende“ Wasser alles. Mit Irren hat der Name also nichts zu tun. „Wie der österreichische Irrsee wohl zu seinem Namen gekommen ist?“ weiterlesen
Der Ausflug an den Königssee
und zur malerisch gelegenen Wallfahrtskirche St. Bartholomä am Westufer wird verschoben. Wir vermuten, dass dort am 1. Mai zu viele Touristen unterwegs sein werden. Auch wir sind Touristen, aber muss man sich deshalb in die Menge stürzen? Mann und Frau finden, dass dazu keine Notwendigkeit besteht. „Der Ausflug an den Königssee“ weiterlesen
In der Ferne tauchen die ersten Berge auf,
schreibt mir der Hausmann aus dem Zug. Er war aus familiärem Anlass mal wieder am Bodensee. Da er über München zurück nach Berlin fährt, macht er einen Abstecher ins Berchtesgadener Land. „In der Ferne tauchen die ersten Berge auf,“ weiterlesen
Von den Bergen kommt ein leichter, frischer Wind.
Sanft wiegt er die Krone der Birke. Der Kirschbaum hat auch die letzten weißen Blütenblätter abgeworfen. Als ich vor sechzehn Tagen hier angekommen bin, flatterten noch vor jedem Starenkasten etliche Interessenten. Inzwischen sieht es so aus, als wäre gerade mal einer der sieben Kästen bewohnt. „Von den Bergen kommt ein leichter, frischer Wind.“ weiterlesen
Hinter mir rauscht ein Springbrunnen,
vor mir die Straße mit ihren vielfältigen Geräuschen. Motoren. Rhythmen. Von links schwappen Gesprächsfetzen zu mir, deren Inhalt ich allerdings nicht verstehe. Die beiden Männer sprechen bayrisch. „Hinter mir rauscht ein Springbrunnen,“ weiterlesen
Gestern schrieb ich, dass ich mit zunehmenden Alter Kurparks nicht mehr spießig finde.
Dass ich im Gegenteil ihre Ruhe und Beschaulichkeit zu schätzen gelernt habe. Ha! In Bad Reichenhall sitzen sie dicht gedrängt um den Solespringbrunnen herum, laufen im halben Dutzend schnatternd auf sonnigen und beschatteten Wegen, fläzen sich auf harten Holzliegestühlen und schreien in ihr Handy. Ich übertreibe, aber nur ein bisschen. „Gestern schrieb ich, dass ich mit zunehmenden Alter Kurparks nicht mehr spießig finde.“ weiterlesen
Die Bergkämme und -spitzen, die ich vom Küchenplatz sehen kann,
liegen in der Sonne. Wie frischgeputzt. Ich lege meinen Kopf auf den Handrücken, den Unterarm auf den Tisch aufgestützt. Ein plötzliches inneres Erkennen. Jetzt sehe ich aus wie meine Mutter. Wahrscheinlich habe ich auch diesen Blick, mit dem sie oft ein wenig entrückt in die Ferne schaute. Es gibt Fotos von ihr, auf denen sie so dasitzt. „Die Bergkämme und -spitzen, die ich vom Küchenplatz sehen kann,“ weiterlesen
Wenn wir etwas zum ersten Mal tun, wenn wir etwas lernen,
dann verschalten sich im Gehirn ein paar Synapsen neu. Neue Verbindungen zwischen Nervenzellen entstehen – Thema Neuroplastizität – auch im Alter. Vielleicht dauert das Lernen ein wenig länger, aber gelernt wird. Das ist mir u. a. aus der Ausbildung, die keine war (Gerald Hüther), in Erinnerung geblieben. „Wenn wir etwas zum ersten Mal tun, wenn wir etwas lernen,“ weiterlesen
Die dunklen Wolken rechts über den Bergen,
dazu das diffuse Licht – der Regen hatte sich schon heute Morgen angekündigt. Das prognostizierte Gewitter war bis in den späteren Nachmittag hinein allerdings ausgeblieben. Ich war trotzdem froh, nicht mit dem Rad, sondern mit der Regio zu meinem Termin gefahren zu sein. Erst als ich wieder zu Hause war und meine Tasche ausgepackt hatte, ging der Wolkenbruch nieder, blitzte und donnerte es. „Die dunklen Wolken rechts über den Bergen,“ weiterlesen