Danke für das Angebot, aber ich warte auf Abkühlung. Und ich warte drinnen. Draußen ist es mir zu warm. Selbst die Hühner nehmen mittags keine Sonnen-Sand-Bäder. Gerade als ich den Satz fertig geschrieben hatte, sah ich Gerda. In der prallen Sonne. Im Sand badend. Gerda eben. Die anderen sitzen irgendwo unter oder in Bäumen. „Gerade wurde ich gefragt, ob ich mit zum Töpfern kommen wolle.“ weiterlesen
Meine Reise mit Goloka (10) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020
Dieser Sommer hat mir einiges abverlangt. Der vorläufige Schlusspunkt ist die bewegende Trauerfeier für Anidana. Ich sitze zwischen seinem Cousin und dessen Frau, wir halten uns an den Händen. Ein anrührender Moment folgt auf den anderen, ich weine fast die ganze Zeit. „Meine Reise mit Goloka (10) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020“ weiterlesen
Als ich heute Morgen schlaftrunken im Flur auftauchte,
lag der Hund nicht vor meiner Zimmertür. Ich vermutete, dass er auch diese Nacht im Obergeschoss verbracht hat und dort noch etwas herumlümmelte. Oben ist es wärmer. Die Nächte sind hier schon ziemlich kühl, sieben Grad. „Als ich heute Morgen schlaftrunken im Flur auftauchte,“ weiterlesen

Meine Reise mit Goloka (9) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020
Nach sieben Jahren hatte sich das Ja zu dieser WG, diesem Ort, in ein Nein verwandelt, aber das hatte viel mit dieser großen Liebe, mit diesem Mann zu tun, mit dem ich in den ersten beiden Jahren unserer Beziehung sogar zusammen hier gelebt habe. „Meine Reise mit Goloka (9) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020“ weiterlesen

Im Dorf kräht ständig irgendwo ein Hahn.
Manchmal scheint es, als würden die Hähne untereinander einen Wettstreit ausfechten. Wer kräht am längsten? Am lautesten? Mein Hahn kann da gut mithalten. Ich wünschte, er könnte der grauen Henne das Glucken austreiben. „Im Dorf kräht ständig irgendwo ein Hahn.“ weiterlesen
Meine Reise mit Goloka (8) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020
In der Sonne ist es zu warm. Deswegen habe ich die schwere Holzliege in den Schatten gezerrt. In zwei Tagen wird Anidana in die Reha wechseln. Es sieht tatsächlich so aus, als hätte er noch eine Chance bekommen, als wäre ihm noch eine Runde auf dem Karussell vergönnt. „Meine Reise mit Goloka (8) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020“ weiterlesen
Unter den raschelnden Pappeln ist es luftig.
Doch kaum verlasse ich das schützende Blätterdach, wird es richtig warm. Viel zu warm für den Hund, der immer noch aufgeregt in der Wiese schnüffelt. Sieht er die Rehe nicht? Oder interessieren ihn die wunderbaren Düfte mehr? „Unter den raschelnden Pappeln ist es luftig.“ weiterlesen
Meine Reise mit Goloka (7) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020
Es ist ein paar Tage her, dass ich Anidana gesehen habe, nur manchmal habe ich ihn über mir gehört. Das ist nicht weiter erstaunlich, so ist das manchmal, wenn er frei hat. Er ist Grabredner, einer der besten in seiner Branche, sagt man, deswegen hat er auch mit Mitte siebzig noch jede Menge zu tun. Die Arbeit ist anstrengend, ständig muss er reden, mit Menschen in Kontakt sein, da genießt er zu Hause die Ruhe. „Meine Reise mit Goloka (7) – Aus dem Langzeitprotokoll 2016 – 2020“ weiterlesen